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Podcast 01: Manfred Ergott

„Man muss nicht warten, um zu handeln – man kann jetzt etwas ändern!“

Davon ist Manfred Ergott überzeugt. Er leitet Verkauf und Marketing der Druckerei Janetscheck, die sich bereits 2003 auf die Verwendung von recyceltem Papier spezialisiert hat und seitdem den Begriff Nachhaltigkeit, sowohl sozial als auch ökologisch, im Unternehmen verankert.

 

 

Wie entstehen nachhaltige Produkte und welche Chancen bietet nachhaltiges Wirtschaften?
Bei produzierenden Unternehmen spielt die Auswahl der Rohstoffe eine wichtige Rolle, genauso wie die Ressourcen- und Energieeffizienz. DienstleisterInnen müssen sich überlegen, wie sie den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit gleichzeitig die Umwelt positiv beeinflussen können.

Die Druckerei Janetscheck hat beispielsweise auf mineralölfreie Druckfarben umgestellt, die Papierauswahl an Umweltstandards angepasst und Zertifizierungen eingeführt, um Glaubhaftigkeit zu gewährleisten. Natürlich müssen auch die KundInnen davon überzeugt werden, umweltfreundliches Papier einsetzen zu wollen. Mit dem Humusaufbauprojekt wurde ein Paradebeispiel gesetzt: KundInnen können für ihre Druckprodukte Kompensationszahlungen leisten, somit den Humusaufbau fördern und dadurch die CO2 Emission der gekauften Drucksorten neutralisieren.

Dass sich nachhaltiges Wirtschaften auszahlt, davon ist Manfred Ergott überzeugt. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit nimmt in der Gesellschaft zu, Themen wie Umwelt und Soziales sind und werden in Zukunft noch relevanter für den unternehmerischen Erfolg sein.

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Green Marketing und nachhaltiger Konsum
Dem konventionellen Marketing gelang es, Menschen dazu zu verführen, Produkte zu kaufen, die sie in dieser Form oder prinzipiell gar nicht brauchen. Green Marketing hat nun die Aufgabe, einen Mehrwert für die KundInnen zu bewerben und gleichzeitig den positiven Effekt auf die Umwelt zu unterstreichen. Nachhaltiger Konsum bedeutet, die KundInnen davon zu überzeugen, sich bewusst für weniger dafür aber qualitativ hochwertige und nachhaltige Produkte zu entscheiden.
Wie kann Nachhaltigkeit erfolgreich kommuniziert werden?
Authentizität siegt! Es reicht nicht, das eigene Tun schön und grün zu reden. Regelmäßige Selbstreflektion und aktive Veränderung müssen Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden – darüber darf dann auch gerne und viel gesprochen werden. In der Außenkommunikation spielen Zertifizierungen eine wichtige Rolle. Sie überzeugen die KundInnen davon, dass sie mit diesem Produkt tatsächlich die umweltfreundlichste Variante wählen.

„Die Inhalte auf der Website oder in Newslettern müssen einen Nutzen bringen, oder zumindest gut unterhalten und Emotionen wecken!“, so Ergott. Die Kommunikation verfolgt ein Ziel: das persönliches Gespräch mit den KundInnen. Dieses macht sich gerade dann bezahlt, wenn es um die Preisfrage geht. Gerade bei einem geringen Budget schrecken potentielle KundInnen vor nachhaltigen Produkten zurück, weil sie teurer sind. Hier setzt die Druckerei Janetscheck an unterschiedlichen Hebeln an: Beispielsweise wird hinterfragt, ob denn wirklich 5000 Flyer notwendig sind oder nicht auch 500 gut platzierte reichen? Es gibt auch die Möglichkeit Restplätze von anderen Drucksorten zu nutzen und so kosteneffizient zum Ergebnis zu kommen. Qualität und Kundenservice stehen im Mittelpunkt.

Nachhaltigkeit als Chance für UnternehmerInnen
Jedes Unternehmen hat Potential, einen positiven Effekt auf Gesellschaft und Umwelt zu erzielen und dabei einen Mehrwert für die KundInnen zu gewährleisten. Um die Chancen zu erkennen und unternehmerisch erfolgreich umzusetzen braucht es Respekt, Zuversicht und wilde Entschlossenheit!

#togethersustainable